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Stärker als die Angst - In einer Zeit der Unsicherheit

Weltgeschehen und persönliche schwierige Erfahrungen führen dazu, dass sich viele von uns zurzeit unsicher fühlen, sich eine leise Angst und Sorge einschleicht, vielleicht sogar eine Art Hoffnungslosigkeit. In einem besonderen Projekt habe ich erlebt, wie Kinder, die in sehr schwierigen Situationen leben, uns anderen Mut stiften können ... Aber lesen Sie selbst.



Immer schon gab es Themen, mit denen wir uns lieber nicht beschäftigen, und sie rücken zurzeit ganz besonders in den Vordergrund:


Krankheit.

Leben mit Behinderung.

Flucht.

Tod.


Vielleicht vermeiden wir sie, weil sie schmerzhaft sind. Vielleicht, weil wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Und vielleicht auch, weil sie uns an etwas erinnern, das wir gerne vergessen: dass das Leben nicht selbstverständlich ist.



Eine Lebenswelt, die sich genau diesen Themen stellen muss, ist die Realität im Kinderhospiz.


Ich hatte das Glück, bei einem ganz besonderen Projekt als Autorin mitwirken zu dürfen: ein Sammelband von Kurzgeschichten, herausgegeben von der Arne Friedrich Stiftung.


Ja, der Schirmherr dieser Stiftung, die unter anderem Kinder im Hospiz unterstützt mit dem Motto «Wir stiften Mut», ist der ehemalige Fußballspieler aus der deutschen Nationalmannschaft, Arne Friedrich.





Das entstandene Buch „Stärker als die Angst“ beschreibt nicht nur den Mut dieser Kinder

und der kleinen Helden und Heldinnen in den Geschichten, sondern ist auch ein Aufruf an uns alle, uns dem Thema Krankheit, Leben mit Behinderung, Hospiz und Tod mit Mut und Aufrichtigkeit zu stellen – wie Ilka Sommer im Interview zur Entstehung des Buches so treffend sagt.


Tatsächlich war es auch für mich völliges Neuland, als Eva Maria Nielsen mich fragte, ob ich eine der Autorinnen sein wolle, die eine Geschichte zu diesem gemeinnützigen Sammelband beiträgt.

Bis dahin hatte ich keine Ahnung von der Lebensrealität in einem Kinderhospiz.


Ich sah mir Dokumentationen an und las über die Arne Friedrich Stiftung. Und ich merkte, wie groß meine eigene Distanz zu diesem Thema war.


So habe auch ich den Mut gefasst, mich mit etwas zu beschäftigen, das ich vorher – aus einem mir eigentlich unerklärlichen Grund – vermieden hatte.


War es, weil das Thema schwere Krankheiten und früher Tod so schmerzhaft ist?

Vielleicht.


Aber was ich mitnahm, war etwas ganz anderes:

Die Kraft und Stärke dieser Kinder und ihrer Familien.

Der Lebenswille.

Die Hoffnung.

Und sogar das Lachen – in all dem Schmerz und den Gefühlen von Einsamkeit.


Oder wie Arne Friedrich es im Vorwort des Buches sagt:


Die Kinder und ihre Familien „erinnern uns daran, das Leben nicht aufzuschieben, sondern im Hier und Jetzt zu leben und den Blick bewusst auf das zu richten, was uns trägt.»


Das Besondere an diesem Projekt war, dass wir Autorinnen jeweils ein Interview mit einem Kind oder Jugendlichen aus dem Hospiz erhielten.


Es war ein bewegender Moment, einem mir völlig fremden Jungen zuhören zu dürfen. Ein wenig teilhaben zu dürfen an seinen Träumen und Gedanken.


Wir Autorinnen wurden gebeten, dieses Interview als Inspiration zu nehmen, um Geschichten über Träume und Mut zu schreiben. Geschichten, die Hoffnung machen und die Kraft dieser Kinder zeigen.


So entstand meine Geschichte „Der Zug der Träume“ – als eine von vielen weiteren wunderbaren Geschichten dieser Anthologie.



Doch das Gesamtwerk erlaubt dem Leser nicht nur, in bewegende Geschichten einzutauchen.

Es gewährt auch Einblicke in die Lebenswelt dieser Kinder und jungen Erwachsenen und ihrer Familien – mit Steckbriefen und Zitaten, die den Geschichten eine weitere, sehr reale Ebene geben.


Abgerundet wird das Ganze mit einfühlsamen Illustrationen und einem hochwertigen Hardcoverdruck, der dem Projekt würdig ist.


Alle Autorinnen haben ehrenamtlich daran mitgearbeitet.


Und vielleicht ist das das Schönste an diesem Projekt:


Dass hier nicht nur wir versuchen, den Kindern mit unseren Geschichten Mut zu machen. Sondern dass die Kinder uns ebenso Mut machen.


Mut, das Leben nicht aufzuschieben.

Mut, im Hier und Jetzt zu leben.

Mut, Hoffnung zu fassen.

Mut, hinzuschauen.



Mut, Menschen mit schweren Krankheiten an der Gesellschaft teilhaben zu lassen.


Ich bin glücklich, dass ich als Autorin Teil dieses wunderbaren Projektes sein durfte.


Gemeinsam stärker als die Angst

Das Buch «Stärker als die Angst» kann direkt über den Shop der Arne Friedrich Stiftung erworben werden. Jeder Verkauf unterstützt das Caritas-Kinderhospiz-Zentrum LEO.





Für alle, die tiefer eintauchen wollen:


Das Interview mit zwei der Autorinnen und maßgeblich am Projekt Beteiligten ist übrigens sehr hörenswert: Buch schreiben: Stärker als die Angst - Die unsichtbare Kraft außergewöhnlicher Kinder




Um Mut und Hoffnung geht es auch in meinen beiden Büchern "Ich bin Selim - Abenteuer eines kleinen Straßenhundes" und "Das Geheimnis des Zauberwortes":




In "Ich bin Selim – Abenteuer eines kleinen Straßenhundes" geht es um dieselben Themen. Nur ist es hier ein kleiner Hund, auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause, der auf dem Weg nicht nur Hoffnung findet, sondern sie auch anderen schenkt.







Der kleine Nathan in "Das Geheimnis des

Zauberwortes" sucht das Zauberwort, das die Welt zum Singen bringt, damit seine Mutter wieder glücklich ist. Ein Musical-Buch voller Hoffnung und Lebensfreude.



 
 
 

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