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Ein Regenrinnen-Wicht und andere Wesen

Habt ihr schonmal einen Regenrinnen-Wicht gesehen? Nein? Dann wird es aber Zeit!


“Giesbert in der Regentonne” ist ein bezauberndes Kinderbuch von Daniela Drescher, erschienen im Urachhaus Verlag.


Eines Tages wird Giesbert, der Regenrinnen-Wicht durch den vielen Regen aus seiner geliebten Regenrinne in die hölzerne Regentonne im Garten gespült. Seine Flöte bricht dabei in zwei, aber zum Glück ist der alte Holunderwicht ein guter Flötenschnitzer.


So erhält Giesbert eine neue Flöte und beschließt, die Regentonne zu seinem neuen Zuhause zu machen.


Hier auf dem Cover könnt ihr Giesbert sehen.



Nicht umsonst wurden von diesem Kinderbuch bereits über 30.000 Exemplare verkauft.


Die Geschichte und die wundervollen Bilder, die ebenfalls von Daniela Drescher sind, laden mit einer herzlichen, liebevollen Geste ein, die Natur in all ihren Facetten und Details zu entdecken und liebzugewinnen.


Dabei kommt auch das Abenteuer nicht zu kurz. Giesbert macht immer wieder neue Bekanntschaft mit seinen näheren und ferneren Gartenmitbewohnern und Nachbarn. Gemeinsam erleben sie Lustiges, Berührendes, Märchenhaftes, manchmal auch ein bisschen Trauriges, aber immer geht es gut aus.


Beim Schneckenrennen sehen wir, wie der Garten unter den großen Kürbisblättern aus Schneckenperspektive aussieht. Als der Waschbär zu Besuch kommt, erleben wir, wie viel Chaos der kleine Kerl anrichten kann. Wir erleben den Zauber des Regens - denn der ist schließlich nicht nur für einen Regenrinnen-Wicht überlebenswichtig - und wie sich Wasser im Laufe des Jahres verwandeln kann: zu Schnee und Eis.


Wir lernen die Mausfamilie kennen und die etwas hochnäsige Laufente, den Sänger-Frosch, den Knoblauchwicht, die Krautwichte und viele mehr.


Besonders angesprochen haben mich die liebevollen Illustrationen und die warmherzige Sprache, mit der Daniela Drescher die Geschichte durch einem kindlich-lebensfrohen Blick erzählt.


Eine meiner Leserinnen verglich einmal mein Debut-Musicals „Das Geheimnis des Zauberwortes“ mit  „Giesbert in der Regentonne.“ Die Reise des kleinen Nathan durch die Jahreszeiten, auf der Suche nach dem Zauberwort, das die Welt zum Singen bringt, erinnere sie an das Buch von Daniela Drescher. Vielleicht, weil Nathan auf seiner Reise auch so manchem Naturwesen, Wichten und Elfen begegnet?



Giesbert in der Regentonne eignet sich besonders für Kinder ab 4 Jahren. Es ist ideal zum Vorlesen, da es viele Illustrationen gibt, die Kapitel schön kurz gehalten sind und jedes Kapitel für sich eine abgeschlossene kleine Episode ist.


Ich denke, dass solche Bücher, die Augen, Ohren und Herz für die Natur öffnen, sehr wertvoll sind für Kinder, gerade in der heutigen digitalisierten Zeit.


Was meinen Sie? Können Bücher einen Beitrag zum Naturerleben für Kinder bieten?

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